On the Road in Australien:
Navigation und Karte:
Die Beschilderung ist allgemein gut. In dünn besiedelten Gebieten würde eine Karte zur Orientierung ausreichen. In Städten ist oft nur der nächste Stadtteil angegeben, was weniger hilfreich ist.
Ein aktueller Strassenatlas ist im Campingführer „Camps Australia Wide” enthalten. Trotzdem lohnt es sich ein Navigationsgerät zu haben. Neben den Vorteilen in dichter besiedelten Gebieten, ist es auch angenehmer bei einsamen Fahrten die noch zu bewältigenden Kilometer zu kennen. In Notfällen kann man die eigenen Position ermitteln und den Hilfskräften durchgeben. Die Anreise zu den versteckten Stellplätzen ist deutlich einfacher. Der Preis wird durch die gesparten Spritkosten schnell armortisiert. Es kann sich lohnen sein eigenes Navigationsgerät mitzubringen und eine Australienkarte dafür zu kaufen. Je nach Modell können auch die kostenlose Karten von http://www.openstreetmap.org/ verwendet werden.
Laden Sie auf dieser Webseite die Reiseziele als KML Dateien unter den Landkarten herunter. Diese laden Sie dann als POI auf Ihr Navigationsgerät.
Ein Navigationsgerät oder zumindest ein GPS Empfänger im Handy ist also sehr empfehlenswert.
Linksverkehr:
In Australien ist Linksverkehr. Auf den Landstrassen und auf großen städtischen Strassen mit Abbiegespuren ist dies relativ problemlos. Aufpassen muss man auf kleinen Strassen in Wohngebieten. Da findet man sich nach dem Abbiegen schnell mal auf der falschen Strassenseite. Auf einspurigen Fahrbahnen dem Gegenverkehr nicht reflexartig nach rechts ausweichen!
Trotz Linksverkehr gilt die Vorfahrtsregel rechts vor links.
Treibstoff:
Die Treibstoffkosten sind günstiger als in Deutschland. Diesel ist meist etwas billiger als Benzin. Durch die langen Distanzen und den höheren Verbrauch der Fahrzeuge sind die Treibstoffkosten trotzdem einer der Hauptkostenpunkte einer Australienreise. Auf http://motormouth.com.au gibt es eine Preisübersicht.
Je nach Region unterscheiden sich die Preise gewaltig. So waren die Preise 2010 für Benzin ab 1,10 AUD in besiedelten Gebieten und bis zu 2,00 AUD im Outback. Entlang von ungeteerten Pisten sind die Preise noch höher. Bei Fahrten in dünn besiedelte Gebiete lohnt es sich, sich bei anderen Reisenden nach den günstigsten Tankmöglichkeiten unterwegs zu erkundigen. Unterschiede von 40ct zwischen 2 Roadhäusern können vorkommen.
Mit den Kassenzetteln der Supermärkte Woolworth und Coles gibt es einen Tankrabatt bei Caltex/Woolworth bzw. Shell/Coles Tankstellen.
Viele Wagen fahren noch mit Normalbenzin ROZ 91. Das etwas günstigere E10 wurde 2011 eingeführt und ist je nach Herstellerangaben verwendbar. In den Northern Territories wird das Benzin durch den modifizierten Treibstoff “Opal” ersetzt.
Parken:
Oft gibt es Parkplätze mit Höchstparkdauer, aber keine Parkuhren oder Parkscheiben. Die Kontrolleure laufen regelmäsig vorbei und markieren die Reifen der Autos mit einem Kreidestrich. Wer zu lange parkt zahlt ordentlich Buße. Wer den Kreidestrich aber einfach abwischt und stehen bleibt, zahlt das Vielfache.
Toll Roads:
In Sydney, Melbourne und Brisbane gibt es mautpflichtige Strassen. Leider hat jede Stadt Ihren eigenes System, in Melbourne sogar Zwei. Es gibt keine Kassenhäuschen, sondern das Nummernschild wird automatisch fotografiert. Zur Abrechnung muss das Nummernschild zuvor auf der Webseite des Betreibers registriert sein. Wer nicht registriert ist, sollte sich bald danach bei dem Strassenbetreiber melden, sonst gibt es einen Strafzettel. Da bei Mietfahrzeugen der Strafzettel an den Vermieter geht, schlägt dieser noch einmal eine ordentliche Bearbeitungsgebühr oben drauf. Deshalb sich vorher informieren und das Nummernschild registrieren. Möglicherweise hat auch der Vermieter seine Fahrzeuge schon selbst registriert.
Infos zu den einzelnen Städten:
Sydney Motorways
Melbourne City Link
Melbourne East Link
Brisbane Go Via
Roadtrains:
LKW und Roadtrains dürfen 100km/h fahren. Wird man von einem eingeholt, so sollte man Ihm an der nächsten Gelegenheit das Überholen ermöglichen. Wir sind im Urlaub und haben Zeit, den Fahrern erleichtert man so die tägliche Arbeit.
Developmental Roads:
Vorsicht auf “Developmental Roads”. Diese haben oft nur eine geteerte Fahrspur in der Mitte, die man sich mit dem Gegenverkehr teilt. Trotzdem sind bis zu 100km/h erlaubt. Roadtrains haben Vorfahrt und man muss bei Begegnung auf den ungeteerten Rand ausweichen, der sehr holprig sein kann. Die LKW verständigen sich untereinander per Funk, man selbst wird aber immer wieder überrascht, wenn ein Fahrzeug hinter einer Kurve auftaucht.



