Mit Kindern in Australien:
Ausrüstung:
- Um lange Fahrten zu überbrücken empfiehlt sich ein MP3 Player, eine Spielekonsole oder ein DVD Player bzw. Laptop. Campervan haben meist nur Autolautsprecher im Fahrerraum.
- An den Brandungsstränden der Ostküste macht ein Boogie- oder Bodyboard viel Spass und dient auch als Schwimmhilfe. Ein preiswertes Modell reicht für den Urlaub aus.
- Ebenso zu empfehlen ist ein einfaches Schnorchelset. Flossen sind für Kinder eher hinderlich und meist unnötig.
- Ein Schwimmshirt gegen die UV Strahlung ist sehr empfehlenswert.
- Gute, wasserfeste Sandalen.
- Sonnenhut und Sonnenbrille.
- Englische (Bilder) Bücher helfen die Sprache schnell zu erlernen. Ebenso Englische Sprach CDs bzw. MP3 oder Sprachlernspiele für den Laptop helfen ebenfalls gut.
Spielkameraden:
Während der australischen Schulzeit sind sehr wenig andere Kinder auf den Campingplätzen. Die eigenen Kinder finden dann kaum Spielkameraden und können sich langweilen.
Während der Schulferien sind viele Kinder da und die Integration klappt sehr gut. Ein paar Brocken Englisch helfen und werden schnell weiterentwickelt. Leider sind während der Schulferien die Campingplätze sehr teuer und zum Teil ausgebucht. Eine Ausweichen ins Hinterland ist dann eine gute Überlegung.
Schulpflicht:
Australien ist ein weit entferntes Reiseziel und lohnt einen langen Aufenthalt. Wer beruflich die Möglichkeit hat, würde gerne mehrere Monate verreisen. Mit schulpflichtigen Kindern ist das ein Problem. Die Bestimmungen für eine Befreiung vom Unterricht können für jedes Bundesland unterschiedlich sein. Ein Blick in die Schulgesetze hilft bei der Vorbereitung.
- Verlängerung der Schulferien um wenige Tage oder Wochen ist meist nicht erlaubt. Besser ist es gleich eine Befreiung vom Unterricht für mehrere Monate zu planen. Denn dann handelt es sich nicht mehr um Urlaub, sondern um Lebensgestaltung.
- Man bespreche die Situation rechtzeitig mit dem Schulleiter und versuche zusammen mit der Schule eine Lösung zu finden. Wichtig ist, daß die Unterrichtung der Kinder während der Abwesenheit gewährleistet ist. Dazu sollte man sich vor dem Gespräch Gedanken machen und Vorschläge präsentieren.
- In den ersten Klassen der Grundschule kann man sich den Unterricht noch selbst zutrauen und mit Büchern und zusätzlichen Lehrmaterialien arbeiten. Es ist aber anstrengend, jeden Tag bei sich und dem Kind die Motivation aufzubringen und den Unterricht durchzuziehen.
- Der Besuch einer australischen Schule käme in Betracht, wenn man an einem Ort bleibt.
- Die einzige deutsche Schule in Australien ist in Sydney.
- Es gibt Fernunterrichtsangebote die helfen können.
Grundschule: http://www.deutsche-fernschule.de/
Abitur: http://www.ils.de/deutscher-schulunterricht-an-jedem-ort-der-welt.php
- Man sollte von der eigenen Schule keine besondere Unterstützung wegen der Abwesenheit fordern.
- Argumente wie “mein Kind lernt mehr durch die Reise” oder “es versäumt doch nichts Wichtiges” sind unpassend.
- Wer nicht nur vorübergehend im Ausland ist, muss sich auch um die Meldebestimmungen kümmern. Nicht in Deutschland gemeldete Kinder unterliegen nicht der Schulpflicht.
Bei einer Abmeldung kommen dann aber Themen wie Versicherung, Kindergeld und Ähnliches auf. Die Fristen und Vorraussetzungen für den melderechtlichen und den steuerrechtliche Wohnsitz sind zudem verschieden. Das würde hier zu weit gehen, das zu erörtern.
Heimweh:
Wer mehrere Monate von Zuhause weg ist, muss mit Heimweh bei den Kindern rechnen. Besonders an Tagen mit wenig Programm, fallen dann die fehlenden Freunde und der fehlende Komfort schmerzhaft auf. Die Kinder vermissen die Geborgenheit des Zuhauses und haben Schwierigkeiten, sich dauernd an einem neuen Ort zurecht zu finden. Deshalb auch einmal 3-4 Nächte an einer Stelle bleiben, wo es den Kindern gefällt und sie ein paar Beziehungen aufbauen können.
Gegen akutes Heimweh helfen E-Mails und Telefonate. Da ist dann wieder viel Stolz dabei, wenn sie den Freunden von Ihren Erlebnissen berichten.

